Poker-Legenden Teil 12: Mucking the Winner
David Sklansky's fundamentales Poker-Theorem besagt, dass man beim Pokern immer dann einen Gewinn erzielt, wenn man eine Hand genau so spielt, als würde man die Karten seines Gegners kennen. Wann immer man vom perfekten Weg abweicht (was bei einem Spiel mit zwei verdeckten Hole Cards unvermeidlich ist), verliert man Geld. So weit, so gut.
Nun ist der gemeine Pokerspieler weder perfekt noch mit seherischen Fähigkeiten ausgestattet, weshalb jeder Spieler - so gut er auch sein mag - immer mal wieder einen Fehler begeht. Hier blufft einer in die Nuts des Gegners rein, da schmeisst einer die beste Hand weg und dort checkt einer behind, wenn er besser einen Value-Bet platziert hätte. Jeder dieser Fehler kostet Geld - mal mehr, mal weniger.
Die meisten dieser Fehler sind verzeihlich, sind sie doch dem Panoptikum menschlicher Unvollkommenheit geschuldet. Mal mangelt es dem Spieler an Risikobereitschaft, dann wird er von Frust und Ungeduld übermannt und nicht selten ist schlicht mangelndes Spielverständnis schuld.
Es gibt aber auch Fehler, über die man sich ein Leben lang aufregen kann. Fehler, für die selbst Sklansky keine Gleichung mehr aufstellen kann, weil sie mit Rationalität rein gar nichts mehr zu tun haben. Bisweilen kommt es nämlich vor, dass ein Spieler die Karten seines Gegners kennt, selbst die bessere Hand hält - und trotzdem verliert! Und das beste kommt noch: Es passiert sogar den Allerbesten. Sie glauben uns nicht? Dann schauen Sie sich die folgenden Videos an:
Phil Ivey vs. Jordan Smith, WSOP 2009
Sandra Naujoks vs. Tony G, PKR Heads-Up Grand Slam 2009










