Daily News: Ersin Kaymaz führt bei der SPMT Aargau, Phil Hellmuth dominiert in San José und Phil Ivey bleibt an der Spitze
Ersin Kaymaz heisst der erste Chipleader der Swiss Poker Master Tour (SPMT) Aargau, die gestern bei 24Poker in Aarau mit Tag 1a eröffnet wurde. 104 Spielerinnen und Spieler waren ins Rennen gegangen, 34 haben den ersten Starttag überstanden, darunter auch ein paar illustre Namen, die schon anlässlich der SPMT Zürich für Furore gesorgt hatten, allen voran der Basler Georg Strebel, der sich mit rund 40'000 Chips im Mittelfeld eingenistet hat. Auch die Steimers sind noch im Rennen, Sohn Silvan (56k) etwas besser als Vater Theo (24k), und selbst Marko Ilicic (43k), der Spieler des Jahres 2009, konnte es sich nicht nehmen lassen, die SPMT Aargau zu spielen. Die Top 10 nach Tag 1a sehen aus wie folgt:
1. Ersin Kaymaz 101’275
2. Raffaele Guardia 82’100
3. David Pellegrini 75’550
4. Pascal Misteli 72’150
5. Stefan Rotach 67’000
6. Gerardo Frattolillo 58’375
7. Lukas Sasky 57’950
8. Roger Widmer 57’650
9. Dominic Locher 56’700
10. Roger Schwab 56’150
Ein besonderes Lob gebührt der Crew von 24Poker, die unser Live-Ticker-Team grossartig unterstützt hat. Per Klick aufs rote Kästchen in der Seitenspalte können Sie die wichtigsten Hände und die Chipcounts des gestrigen Abends im Detail nachlesen.
Auf 24poker.ch gibt’s sogar eine Live-Cam, die in regelmässigen Abständen visuelle Eindrücke live vom Ort des Geschehens sendet. Spitzenklasse, anders kann man es nicht ausdrücken.
Heute geht’s um 17.00 Uhr weiter mit Tag 1b. Es wird ein volles Haus, also 130 Teilnehmer, erwartet, unter anderem wird die lautstarke Hoooold’em-Crew mit EPT-Überflieger Marcel "Choeli" Koller anwesend sein, wer ihn also um ein Autogramm, ein Zehnernötli oder das Geheimnis seines Erfolgs anbetteln will, hat heute Abend die Gelegenheit dazu. Irgendwann nach Mitternacht werden wir dann auch unser Gewinnspiel "Fill Me In" auf der Seite freischalten. Wer als Erster den Sieger des Main Events richtig voraussagt, gewinnt ein Buy-In für die CAPT Salzburg im Wert von 350 Euro. Es lohnt sich also, auch in den kommenden Stunden regelmässig auf PokerAction.ch vorbeizuschauen.
A propos EPT Berlin: Kevin MacPhee, der Sieger des Turniers, hat Pocketfives.com ein interessantes Interview gegeben, in dem er zugibt, er hätte nach dem Überfall lieber nicht mehr weitergespielt. Offenbar war der 29-Jährige nach der ganzen Aufregung ziemlich aufgewühlt und hatte sich lautstark für eine Unterbrechung des Turnierbetriebs eingesetzt. Was dann aber nicht passierte. MacPhee: "That was lucky for me, I guess."
Auch Skandalautorin Charlotte Roche ("Feuchtgebiete") hat ein Interview zum Thema EPT Berlin gegeben, und wie wir es nicht anders erwartet haben, strotzt es von kräftigen Themen. So plaudert die Roche über ihren Pokerverein "Pokerhontas", bei dem man die Gegenspieler mit den Worten "Fick Dich!" ans Rail schicken muss, und verrät, warum sie während des Turniers in Berlin kotzen musste. Auch zu Stefan Raab, mit dem sie vorvergangene Woche in der "TV Total PokerStars.de Nacht" gezockt hatte, äussert sie sich: "(…) Raab hat wegen seiner katholischen Erziehung ein grundsätzliches Problem mit Poker und daher kommt es, dass er schlecht spielt."
Zu den Macheten-Räubern vom Hyatt gibt es übrigens nach wie vor keine Hinweise, eine Sprecherin von "Aktenzeichen XY... ungelöst" soll laut der Märkischen Allgemeinen gesagt haben, es seien nach der Sendung zwar ein paar Anrufe eingegangen, relevante Hinweise seien aber keine darunter gewesen: "Das war nicht wirklich eine heiße Nummer."
Dann haben wir mal wieder positive News zu Phil Hellmuth für Sie. Doch, wirklich. Der "Poker Brat" führt doch tatsächlich wieder einmal die Chipcounts eines grossen Turniers an. Beim "WPT Bay 101 Shooting Star" im kalifornischen San José liegt er nach Tag 2 mit 550'000 in Chips an der Spitze des Feldes, es folgen ihm Hasan Habib (496k) und Andy Seth (453k). Offensichtlich haben wir es mit einem neuen Phil Hellmuth zu tun. In einer der actionreichsten Hände des Tages 3-bettete er Andy Seth mit 
und callte daraufhin Yevgeniy Timoshenkos 4-Bet-Shove (
), um auf dem Flop die
zu luckboxen. Wir haben das irgendwie umgekehrt in Erinnerung...
Auf die Liste der "10 besten Spieler der Gegenwart" schafft es Hellmuth indes (noch) nicht. ESPN veröffentlicht ja neuerdings monatlich die Top 10, und wie schon im Vormonat steht der Name Phil Ivey ganz oben. ESPN-Chefredaktor Lance Bradley meint dazu: "Wie soll er es jemals nicht auf diese Liste schaffen? Egal an welchem Cash Game auf dieser Welt Ivey Platz nimmt, er ist seinen Gegnern überlegen." Mit Cole South und Scott Seiver sind zwei neue Namen in den Top 10 vertreten:
1. (1.) Phil Ivey
2. (3.) Jason Mercier
3. (8.) Tom Dwan
4. (4.) Daniel Negreanu
5. (2.) Patrik Antonius
6. (6.) Yevgeniy Timoshenko
7. (7.) Daniel Alaei
8. (5.) Eric Baldwin
9. (-) Cole South
10. (-) Scott Seiver
Zum Abschluss präsentieren wir Ihnen eine nette kleine Grafik:
Sehen Sie den Knick am Ende? Genau, "Isildur1" hat einen Grossteil seiner Gewinne von dieser Woche in ein paar kurzen Sessions gegen Tom Dwan und Phil Galfond wieder verloren. Alleine gegen Galfond soll er 1,9 Millionen Dollar verloren haben. Wer noch Lust hat, auf dieser Achterbahn mitzufahren, kann sich die Details und die wichtigsten Hände hier anschauen.
Chop! Chop! gibt es wieder am Montag. Wir wünschen allen Leserinnen und Lesern ein erholsames und erfolgreiches Wochenende!










