Pantea: "Alle Ideen für die Designs sind von mir selbst."
Sie ist die berühmteste Poker-Designerin in unserer Region! Diverse Pros tragen ihre Kollektion - uns gibt Patea Persepolis ein Interview und erzählt, wie sie auf diese Idee kam und wie gross ihr Erfolg ist!
Die temperamentvolle Berlinerin kennt sie alle. Die Pokerspieler. Vor zirka zwei Jahren beschloss merkte sie, dass es eigentlich kaum Pokertenues oder andere Accessoires im Pokersport gibt, und entwickelte ihre eigene Poker-Mode. Pantea Persepolis beantwortet heute Fragen rund um ihre neue Kollektion. Wer Pantea einwenig kennt, weis, dass sie schon bei der ersten Frage gerne aus dem Nähkästchen plaudert… Und los.
Pokeraction: Pantea, im Vorgespräch sagtest du, dass die Leute jeweils wissen wollen, wie du zum Pokern gekommen bist. Gibt es denn dazu eine spezielle Geschichte?
Pantea: Zunächst muss man sagen, dass ich eine Perserin bin und die sind bekanntlich alle verzockt! (lach) Nein, jetzt ernsthaft. Eine "spezielle" Geschichte gibt es nicht wirklich. Eigentlich kam ich zum pokern wie die Jungfrau zum Kind. Ich hab zu Beginn meines Innenarchitekturstudiums einen Job gesucht, wobei ich hauptsächlich nachts und am Wochenende arbeiten wollte, da kam ein Freund auf die Idee, dass ich es als Croupier im Casino versuchen soll. Das tat ich dann auch. habe im klassischen Spiel der Spielbank Wiesbaden meine Ausbildung in allen Spielen gemacht und Poker war damals die "Königsdisziplin".
De Ausbildung als Pokerdealer durfte damals nicht jeder machen. Man muss auch dazusagen, dass es andere Zeiten waren. Holdem No-Limit haben wir in der Ausbildung mal an 2 tagen abgearbeitet. Damals wurde hauptsächlich nur Omaha und Stud gespielt. Pot-Limit versteht sich *smile* Dann noch Split / Spread Limit usw. Aber No-Limit war überhaupt kein Thema an den Tischen. Ist auch über 11 Jahre her. Da war generell vieles in der Szene anders als heute.
Das Spiel hat mich schon immer fasziniert. Nur damals hatten wir "jungen Dinger" noch ziemlichen Respekt davor uns an die Tische mit den alten Hasen zu setzen. Sich als Student mit 100 Mark an einen Tisch zu setzen war einfach nicht drin… Die Partien waren zu hoch für uns. Heute kann man ja mit 40 Euro sich an den Tisch setzen, dafür hätte wir damals nicht mal ein müdes lächeln vom Floorman bekommen.
Aus dieser zeit kenne ich auch einige Spieler wie zum Beispiel Michael Keiner, Roland Specht, Bobbi G., Andreas Krause uvm. Wiesbaden und Baden Baden waren damals in Deutschland die Hotspots für gute Omaha-Partien. Das Meiste habe ich beim Pokern durch das dealen gelernt. Irgendwann ist man sicherer und fängt an auf die Hände zu achten bzw. die Art und Weise wie sie gespielt wurden und analysiert für sich selbst. Es hat nicht lange gedauert, bis ich selbst anfing zu spielen. und dann war es vorbei. Schluss mit Lustig quasi, denn ab da gab es nur noch Poker! Nachts im Casino arbeiten, nach Feierabend direkt zur nächsten Partie und von dort aus ab in die Vorlesung. Da bin ich dann die Hände im Kopf durchgegangen. Es war eine schöne Zeit, die ich nicht missen möchte. *smile* Aber ich habe auch lernen müssen, dass es Grenzen gibt. Nicht nur was die Bankroll betrifft, sondern auch wie wichtig es ist, einen Freundeskreis zu haben, der nichts mit Poker zu tun hat. Mich selbst disziplinieren war schon anstrengend. Weil ich es eine Zeit lang wirklich übertrieben habe und plötzlich merkt man, dass man Dinge um sich herum schleifen lässt. Menschen ewig nicht gesehen hat, die eigentlich eine wichtige Rolle in deinem Leben spielen. Inzwischen ist alles wieder ausgeglichen und im Lot. (lacht)
Es war für mich sehr vorteilhaft, beide Seiten des Tisches zu kennen. Wir haben damals das Spiel ein wenig "Oldschool" gelernt, wenn ich das so sagen darf. Heute wirst du ja totgeschmissen mit Dvd’s, Büchern, Foren, Experten usw. Jeder ist plötzlich ein Pokergott und hat das spiel erfunden. Das ist etwas, was mich persönlich ein wenig nervt. die Szene hat sich verändert, als die Pokersendungen auf DSF anfingen. Das Publikum an den Tischen wurde jünger und das Spiel veränderte sich. Was auch definitiv seine Vorteile hatte. Ich habe sie immer "New Generation Player" genannt... Die Jungs, die sich vom Opa ein Sakko ausgeliehen haben um das erste mal in ein Casino zu gehen und heute rocken sie die EPT FT’s around europe! :-)
Wie ist danach die Idee mit der Modekollektion
entstanden?
Es sollte eigentlich gar kein Label werden. Die Idee entstand nach einer völlig durchgezockten Nacht. Ich wollte unbedingt ein Shirt mit Pokermotiven und habe im Netz nichts gefunden bzw. nichts, was mir gefallen hätte, denn einfach nur AK auf der Brust hat nicht so wirklich gerockt. Dann habe ich eben selbst welche entworfen. Für mich und meine Freunde und das kam so gut an, dass ich einfach weitergemacht habe. Das Ergebnis ist nun das erste Label für Pokerware in Europa : POKERLICIOUS!
Die Motive der ersten Kollektion sind sehr ansprechend und zugleich auch unkonventionell. Wer steckt hinter den Ideen?
Alle Ideen für die Designs sind von mir selbst. Ich habe einen Grafiker, der auch ein sehr guter Freund von mir ist "Philipp Pieroth", der von Anfang an dabei ist. Wir haben an der selben FH studiert. Er übernimmt die Umsetzung am Mac und mittlerweile sind wir ein sehr gut eingespieltes Team, weil er meine Ideen auf den Punkt genau umsetzen kann. Wenn ich mich anstrenge, könnte ich das auch selbst, aber Rechner und Pantea sind einfach keine Freunde fürs Leben. (Und jetzt erspart mir bitte alle die üblichen "Frauen und Technick"-Sprüche, denn ich war vor dem Studium im Bereich Kamera und schnitt bei RTL) Ich brauche einfach Papier und Stift um meine Ideen zu realisieren. Ich muss zugeben, dass es nicht einfach ist mit mir zu arbeiten, da ich extrem auf Details achte und solange ein Design nicht 1000 %ig so ist, wie ich es mir vorstelle, gebe ich keine Ruhe. Dafür hasst mich der Philipp auch ins geheim. (lacht) Oft ist es so, dass ich Tage und Tage an einer Kleinigkeit bei einem Design arbeite, die wahrscheinlich niemandem der das Shirt später kauft auffällt, aber wenn man etwas tut, dann richtig oder gar nicht! Auch wenn dein Grafiker zuhause eine Zielscheibe mit deinem Gesicht drauf hat. *Grins*
Habt ihr auch eine Botschaft die ihr vermitteln möchtet, oder sind die Texte und Designs eher just for fun?
Nun… Ich will mit ein paar Pokershirts sicherlich nicht die Welt verändern. lol - Die Frage mit der "Botschaft", sofern man es so bezeichnen mag, liest man am besten auf der Website unter "Label". Für mich ist es das Branding für eine eigene Welt, die du verstehen musst, um sie zu leben…! Und zu dieser Welt will ich nach aussen sichtbar stehen. Fertig! Der eine klebt sich "Poker-King" auf die Heckscheibe, der andere lässt sich ein Pik-Tattoo stechen, ich bring meine Ideen zur Druckerei und lasse sie printen... Thats it!
Nun wolltest du in Berlin deine zweite und neue Linie
vorstellen. Leider kam alles anders. Erzähl,
was ist passiert?
Ach, darüber rede ich eingentlich ungern, denn da bekomme ich fast wieder Pipi in die Augen *heul* .... Die neuen Designs sollten zur EPT Berlin dieses Jahr erscheinen. Alles war soweit fertig und ein paar Tage vor dem Shooting wurde im Büro eingebrochen. ALLES WEG!! Ich glaube wirklich nicht, dass es dabei um Pokerlicious ging. Es ging viel mehr um die Rechner und was sonst so an Wertgegenständen im Büro war. Jedenfalls mussten wir wieder von vorn beginnen. Das war ein harter Schlag, denn man glaubt kaum, wieviel Arbeit im Vorfeld darin steckt. Aber wir arbeiten zur Zeit mit Hochdruck daran und Ende Mai ist hoffentlich alles wieder gut!
Ab wann dürfen wir nun dein neues Design bestaunen oder bestellen?
Das Shooting ist für Ende Mai geplant. Und diesmal verstecke ich alles unter meinem Bett! (lacht)
Was hat sich in verändert? Fährt ihr eine neue Linie oder sind die Entwürfe an die erste Kollektion angelehnt?
Die Kollektion wird von mir immer bewusst klein gehalten. Wir werden einige Sachen auslaufen lassen, wenn die neuen Shirts erscheinen. Einige Artikel sind jetzt schon in manchen Grössen ausverkauft und werden auch nicht mehr nachproduziert. Gerade aus der "FUCK THE CRISIS"-Kollektion. Also, wenn man da noch das Eine oder Andere Teil haben will, lieber nicht so lange warten.
Die vier neuen Designs, welche erscheinen, gehen zum Teil in eine ganz andere, neue Richtung. Ich denke, die Kollektion sorgt sicherlich für Gesprächsstoff. Bin selbst sehr gespannt, wie die neuen Ideen ankommen .
Was unsere Leser sicherlich interessiert, liefert ihr auch in die Schweiz?
Ja natürlich! Wir haben auch viele Kunden aus der Schweiz. Das einzig ärgerliche mit euch Schweizern ist das Porto! Die Versandkosten in die Schweiz sind leider höher, als üblich. Daher raten wir unseren Kunden immer Sammelbestellungen zu tätigen. Und das funktioniert immer ganz gut und rentiert sich auch immer für den Einzelnen. An dieser stelle: LIEBI GRÜESS US BERLIN… UF WIDERLUEGE (oder so ähnlich) *smile*
Pantea, ich bedanke mich ganz herzlich für das mehr als unterhaltsame Gespräch! Ich wünsche dir alles gute für dich und deine Kollektion!
Wer nun Lust hat, ebenfalls ein trendiges Shirt oder einen Zipper zu bestellen, der kann dies unter diesem Link tun. Viel Spass!






