Russ Hamilton (ja, dieser Russ Hamilton) rivert ein Straight Flush am Final Table der WSOP 1994
Unser aktuelles "Video der Woche" ist gleich aus mehreren Gründen sehenswert: Erstens sieht man, wie stilvoll Poker einst war. Gerade einmal 16 Jahre liegt die World Series of Poker 1994 zurück, aber man braucht sich nur die luftigen Frisuren und die halluzinogenen Hemden der Finalisten anzuschauen, um die Welten zu erkennen, die zwischen damals und heute liegen. Auch geraucht wurde damals noch - der im Vordergrund sitzende Hugh Vincent jedenfalls pafft, als müsse er mit dem Rauch seine Facial Tells verbergen.
Zweitens ist die Hand an sich äusserst bemerkenswert: Auf dem Flop erscheinen 

, der Turn bringt die
und am River erscheint die
. Es herrscht höchste Straight-Flush-Gefahr, was dem unglücklichen Vince Burgio (der im schwarzen Hut) indes nicht ganz klar zu sein scheint.
Drittens ist die Tatsache erwähenswert, dass es sich beim Sieger dieser Hand um niemand geringeren als Russ Hamilton handelt, jenen Mann also, der 15 Jahre später als Hauptschuldiger im Betrugsskandal rund um den Online-Anbieter Ultimate Bet überführt wird und in der Pokerszene heute als persona non grata gilt. Hamilton gewann das Turnier übrigens, was damals noch mit einer Million Dollar und seinem Lebendgewicht in Silber (auf eine Schätzung verzichten wir anständigerweise) belohnt wurde.
So, und jetzt zeigen wir Ihnen endlich das Video:








