Bahamas Part 3: Das Aus

Ja, leider hat es mich an Day 2 erwischt. Trotzdem bot der Tag so einiges an Spannung und Überraschungen.

Donnerstag, 7. Januar 2010, Tag 2 des PokerStars Caribbean Adventure steht an. Ich liege noch im Bett, als mein Handy klingelt. Ein Freund aus der Schweiz ruft an und teilt mir mit, dass ich mit Phil Fucking Ivey am Tisch sitzen werde. Wow! Schnell das Notebook einschalten und die Tischauslosung anschauen. Es stimmt tatsächlich! Ich war dann doch ein bisschen auf dem Häuschen. Dass Nam Le ebenfalls an meinem Tisch sass (Nummer 97 von 100), ging dabei fast ein wenig unter.

Als ich dann am Tisch sass, machte ich es mir auf meinem Stuhl bequem, und dann kam er wirklich: The one and only... Phil Ivey! Unglaublich, wie ein Pokerspieler die Massen anziehen kann. Im Schnitt stand ein halbes Dutzend Leute herum, die ihn fotografierten.

Mit den Kopfhörern im Ohr packte er seine Chips aus, zwischendurch tippte er auf seinem Handy herum. Eine Person am Tisch fragte ihn dann noch gleich, ob er um $300 Props (Sidebets) spielen wolle, was er aber dankend ablehnte.

Leider sass ich nur für insgesamt 18 Hände an diesem Tisch, denn es ging sehr zügig mit dem Auflösen der Tische, und da bei Tisch 100 angefangen wurde, waren wir schnell an der Reihe. Ivey spielte nur eine Hand: Als Nam Le auf 2700 erhöhte, machte Ivey daraus 8500 und alle foldeten. Genau wie mein Vorbild spielte auch ich nur eine Hand, nämlich die Letzte. Das Floorpersonal stand schon um unseren Tisch herum, alle foldeten, der Button machte den Standardmove und ich hatte im Big Blind und pushte all-in. Ein bisschen genervt zeigte der Button und machte sich daran, den Tisch zu wechseln.

Ein kleiner Bericht von unserem Tisch war übrigens auch auf dem PokerStars-Blog zu finden ("12:20 Uhr: Tag 2 läuft").

Ich wurde an den Tisch 59 gezügelt und das Dilemma von gestern ging weiter, no Cards! Nach einem missglückten Steal (Raise vom Cutoff mit und einer Barrel auf einem Flop von ) musste ich dann aufgeben und hatte noch um die 21’000 an Chips. Mein Stack schmolz langsam dahin.

Ich hielt mich mit All-In-Moves (, , ) über Wasser, die zum Glück alle nicht gecallt wurden, bis urplötzlich, kurz nach der ersten Pause (ab Tag 2 sind es 75 Minuten Levels und immer anschliessend 15 Minuten Pause), die Post abging.

#1
Mit konnte ich nach einem Raise all-in gehen, leider wurde ich nicht gecallt. Trotzdem nehme ich jeden Chip :)

#2
Mit eröffnete ich den Pot und kriegte einen Caller. Der Flop war und ich hielt den . Somit hatte ich einen Royal-Flush-Draw, Gutshot und Flushdraw. Mein Raise auf dem Flop wurde gecallt und ich dachte schon, oh mann, das blöde Ass. Zum Glück erschien aber der dritte König auf dem Turn und nach einem weiteren Raise von mir schüttelte mein Gegner nur den Kopf (ich vermute, dass er dachte, ich hätte nun die Strasse mit der Dame).

#3
Nach einem weiteren Button-Raise erhielt ich im Small Blind und ging wieder all-in, wiederum ohne Call.

#4
Mit eröffnete ich den Pot und erhielt die Blinds.

Ich war doch ein bisschen genervt. Endlich erhalte ich Karten, kann aber keinen Profit daraus schlagen ;(

Mit 42’000 und kurz vor dem Ende des Levels wurde der Tisch wieder aufgelöst, das ging aber schnell! Innerhalb von 150 Minuten (2 Levels, je 75 Minuten) wurden 41 Tische aufgelöst und ich kam an den Tisch 55. Super, dachte ich mir, da werde ich 10 Minuten sitzen, bis auch diese Tisch wieder aufgelöst wird. Zuerst gab es aber noch ein Pause, bevor das nächste Level (1000/2000 Ante 200) begann.

An meinem neuen Tisch erkannte ich nur Kathy Liebert. Es waren 2 Hände gespielt nach der Pause, bis sich meine verheerende Hand abspielte:

Der Cutoff raiste auf 5000, der Button callte und Kathy Liebert (Stack  rund 66k) squeezte im Smallblind auf 21’000. Jetzt schaute ich meine Karten an und sah . Hmmm, was tun? Ich habe 42’000, somit 21 Big Blinds, und dass bei diesen Turnieren nach einem Raise und anschliessendem Call nochmals geraist wird, ist ziemlich Standard. Natürlich wusste ich, dass Kathy mich callen würde, also gab es für mich keine andere Wahl: All-In. Es wurde bis zu Kathy gefoldet, sie callte mit einem Achselzucken und zeigte... . Mannnnnnnnnnnnnnnnnnn!

Das Board brachte mit keine Hilfe und somit war mein Turnier, das erst gerade richtig begonnen hatte, bereits vorbei. Ich schaute auf die Tafel und sah, dass noch zirka 600 Personen im Turnier waren. 224 kamen ins Geld. So schade, dass es wieder nicht klappte.

Am Abend wurde dann noch eins über den Frust getrunken, aber so richtig!

Dann mache ich jetzt halt Ferien! ;-) Pläne, was ich noch machen und spielen werde, habe ich noch nicht, das wird sich alles ergeben.





Ich danke allen, die mir in der Schweiz die Daumen gedrückt haben und verabschiede mich mit diesem Blog von den Bahamas.

Gruss
raz0r

Anzeige: 1 - 3 von 3. Kommentare zu «Bahamas Part 3: Das Aus»
 
Chris Engeler aus Dübendorf sagt:
Sonntag, 10-01-10 09:01
Hallo Dani

Sch......ade

eigentlich alles mehr oder weniger richtig gemacht und doch verloren.

Wünsche Dir schöne Ferien

ENJOY YOUR TIME
 
Rino Mathis aus Uster sagt:
Sonntag, 10-01-10 10:51
Dani, alle guten Dinge sind doch "DREI"! Hast ja noch eines ;)

Gruss und geniess die paar Tage noch ....
 
Marco Orlandi aus Baden sagt:
Montag, 11-01-10 18:43
hehe trotzdem sicher ein nettes erlebnis wünsche dir noch alles gute für die side events und hooooooldeeeemmmm

und die absoluten NUTS ist der BIG FR00000G :-)
 
 

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» Koller Marcel

well done!!!

» Daniel Walter

danke euch allen vielmals für die netten worte! e...

» Cem Tasalan

eigentlich gönne ich dir deinen erfolg nur schon....

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gratuliere dir ganz herzlich dani du bisch de lebe...

» Martin Bertschi

Hallo Daniel, Gratuliere Dir zu dieser Superwoc...

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