"Heisser" Turnierlauf und "Sex and Crime" Poker-Slang
"Heisser" Turnierlauf
Als Besim Hot letzten Herbst den Vize-Europameister Titel holte, wurde die Leistung unisono anerkannt. Trotzdem haben sowohl die Fraktion der „Oldtimer“ wie auch der „Young Guns“ ein diffuses Bild über seine Klasse als Pokerspieler.
Einige Spieler der Generation v.CM (Chris Moneymaker <2003) können sein aggressives Spiel mit qualitätsarmen Karten nicht begreifen und manche „New Kids on The Block“ stellen bei Besim’s Spiel markante mathematische Fehler fest.
Fakt ist, dass sein Turnier Palmarès seit über zwei Jahren eine deutliche Sprache spricht, siehe thehendonmob database...
Dabei sind seine über 20 Turniersiege auf Schweizer Boden nicht mitgezählt…
Worauf basiert eigentlich sein Turniererfolg?
Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass er sich seit längerer Zeit auf der positiven Turniervarianzseite befindet. Zudem hat er eine äusserst günstige „Croatian“ Coinflip Bilanz. (30:70 Match-ups gewinnt er in Galic Manier im Stundentakt)
Aber man würde ihm Unrecht tun, seine aussergewöhnliche Turnier Performance nur mit Glück zu erklären.
Neben seiner aggressiven Spielweise hat Besim in seinem Turnierspiel zwei sehr wichtige Komponenten verinnerlicht:
a) Zero Angst vor dem Ausscheiden!
Wenn Besim in der Anfangsphase eines Turniers, dabei macht er keinen Unterschied ob Turbo- oder Deepstack Turnier, nur den Hauch einer Chance sieht, einen Riesenpot zu gewinnen, dann nutzt er die Gelegenheit.
An jedem Turniertisch ist er meist erster Anwärter auf den „Table Captain“.
Es ist kein Zufall, dass Besim eine Stunde nach Eventstart entweder im Casino herumspaziert oder vor einem Bigstack sitzt.
Mit dieser „Alles-Oder-Nichts“ Mentalität gibt er sich bei jedem Turnier die Chance, ein Monsterstack aufzubauen. Wenn er scheitert, dann empfangen ihn die Casinotischspiele mit offenen Armen…
b) „Was kann er haben?“
Wie oft klammern sich viele Spieler an ihre eigenen Karten und verlieren gleichzeitig den Überblick über die aktuelle Spielsituation. Bei Besim spielen seine Karten eine untergeordnete Rolle. Die elementare Pokerfrage „Was kann er haben?“ stellt er sich unentwegt. In diesem Sinne wird er von zahlreichen versierten Spielern unterschätzt. Innert kürzester Zeit erfasst er von seinen Gegenspielern das Handrangeprofil und stellt sich dementsprechend ein.
Sein vorzügliches Bluff- und Call Timing ist kein Zufallsprodukt.
„Sex and Crime“ Poker-Slang
Obwohl der Frauenanteil beim Pokerspiel in den letzten Jahren angestiegen ist, bleibt das weibliche Geschlecht in der Minorität.
Poker ist nach wie vor eine Männerdomäne. Wenn man es nicht besser wüsste… man würde glauben, es tummeln sich lauter 16-jährige Halbstarke, die sich inmitten der Hormonumstellung befinden, an den Pokertischen.
Wie damals in den Skilagern, wo nachts die Jungs mit Massstäben den „Grössten“ unter sich ausmachten, so benimmt sich manch gestandener Herr und Pokerspieler. Da wird die Bluffbereitschaft eines Spielers diametral mit dessen Penislänge assoziiert und Akteuren, die zu Monstercalls fähig sind, werden riesengrosse Testikel zugeschrieben.
Auch Besim penetriert gelegentlich imaginär das Pokerspiel, hat beim Spielen stets eine geistige Guillotine zur Hand und beschimpft die Karten als mutmasslich, verfluchte Kurtisanen.
Aber hinter der dunklen Sonnenbrille versteckt sich ein ausgezeichneter Pokerkopf, der nicht nur mit Designerklamotten und Bling-Blings brillieren kann… die abwechselnden Balkan-Schönheiten, die oft an seiner Seite sitzen, unterstreichen sein illustres Image…
Nachfolgend einige Pokerphrasen von Besim und deren sinngemässe Übersetzung:
„Ich ficke diese Spiel…“
- Das kann natürlich nur mir passieren… Der hirnverbrannte, kranke Typ stellt ohne Paar und ohne Draw das Geld rein und gewinnt mit Runner-Runner Strasse… Wie geht das? –
„ dann schneide ich meine Kopf...“
- Der Bluff von diesem Bananenspieler ist so offensichtlich, klassischer Millisekunden Call, da verwette ich meinen Arsch… –
„dann schneide ich seine Kopf...“
- Wenn dieser Möchtegern Pro gleich ein Donkbet ansetzt, dann setze ich ihn ohne zu zögern all-in. Was glaubt er eigentlich, mit wem er es hier zu tun hat? –
„is mir Scheissegal…“
- Auch wenn es mich 10k kostet, easy four-bet… und wenn er wirklich die Goodies hat… so what?
„ Kollega, spiele eine Hand bäh…“
- Dieser Typ spielt so trocken… der lässt die Sahara wie einen Regenwald aussehen…
„ Kollega, Du zitter vor Flop?“
- Dein Postflop Spiel ist so was von grottenschlecht. Dein grosser Preflop Reraise stinkt nach A-K… Call!
schöner Satz!
Meiner Ansicht nach sollte in der Schweiz von der Turnierleitung bei solchen Sachen viel rigoroser durchgegriffen werden.
Kann mir echt nicht erklären warum die Schweizer Informationsseite Nr.1 solch ein Verhalten nicht nur toleriert sondern auch noch lobend hervor hebt. Und bitte spart euch die: "Weisch de het scho gunne wo du no ind Windle gschisse hesch" oder "spiel doch witer im Internet chline bueb" phrasen.
wahr ist... ich respektiere sein turnierspiel! aber wo in aller welt liest du lobeshymnen über seinen slang?
... und ich dachte, mein ironischer unterton war unüberhörbar...
hingegen gehe ich mit dir einig: mitspieler beleidigen ist ein big no-no und armselige etikette!










» Chris Engeler
Danke für die Info René mal sehe, ob ich in der ...
» René Ruch
Hallo Chris leider ist nicht mehr vile los in der ...
» René Ruch
» Marco Burri
@Ferdinand Headbangen (auch „Headbanging“ o...
» Ferdinand Fischer
wenn SOGAR rino am morgen Chop-Chop gelesen hat -...